Helft verfolgten Christen !

Oktober 2021

  • Vietnam:
    Der evangelisch-lutherischen Pastor Dinh Diem befindet sich seit über dreieinhalb Jahren in Haft. Beamte der Provinzpolizei nahmen Diem am 5. Januar 2018 fest, nachdem er zuvor bereits von den Behörden gegängelt und observiert worden war. Am 12. Juli 2018 verurteilte ein Gericht der zentralvietnamesischen Küstenprovinz Quang Ngai den Pastor zu 16 Jahren Gefängnis, weil er sich angeblich an Aktivitäten beteiligt habe, die sich gegen die kommunistische Regierung richteten. Er soll sich in einer Gruppe Oppositioneller führend für den interreligiösen Dialog in Vietnam eingesetzt haben. Diem und seine Familie bestreiten die Vorwürfe. Im Gefängnis wurde der zweifache Vater gefoltert, um ihn zu einem Geständnis zu bringen.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Oktober 2021, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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September 2021

  • Eritrea:
    Pastor Girmay Araya (75) und Pastor Samuel Okbamichael (74) wurden Ende Juli mitten in der Nacht von Sicherheitskräften abgeholt ohne einen Grund zu nennen. Beide Seelsorger sind im Ruhestand, übernehmen aber noch gelegentlich Aufgaben, um Pastoren im aktiven Dienst der „Full Gospel Church“ zu entlasten. Inzwischen ist bekannt geworden, dass sie in das strengstens gesicherte Zentrale Strafermittlungszentrum Wengel Mermera gebracht wurden, das sich in der Hauptstadt Asmara befindet. Es ist zu befürchten, dass die betagten Pastoren misshandelt werden.
    (Quellen: idea: Gefangene des Monats September 2021, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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Kürzlich wurden in Eritrea mehrere christliche Schulen und Bildungshäuser geschlossen. Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 23.08.2021, die sich beim Präsidenten Eritreas für die Freilassung aller inhaftierter Christen und die Wahrung der Religionsfreiheit einsetzt.


August 2021

  • Algerien:
    Der 42-jährige Christ Hamid Soudad befindet sich seit dem 20. Januar 2021 in Haft. Noch am Tag der Festnahme kam er in der Küstenstadt Arzew (Provinz Oran) vor ein Gericht. Es verurteilte ihn wegen Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed zur Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis. Er soll im Internet eine Karikatur geteilt haben. Am 22. März 2021 bestätigte der Gerichtshof der Stadt Oran das erstinstanzliche Urteil. Der Anwalt des Verurteilten ist davon überzeugt, dass die Gerichte ihn wegen seines Glaubenswechsels vom Islam zum Christentum so unverhältnismäßig hart bestraft haben.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats August 2021, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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Juli 2021

  • China:
    Zhang Chunlei, ein Leitungsmitglied der Ren'ai Reformierten Kirche in Guiyang, ist seit dem 16. März 2021 inhaftiert. Er hatte sich auf die Polizeistation begeben, um die Freilassung festgenommener Mitglieder dieser Hauskirche zu erwirken. Zunächst lautete der Vorwurf gegen ihn, er habe eine illegale Vereinigung geleitet. Wochen nach der Verhaftung warfen die Behörden ihm schließlich Betrug vor. Die Ren'ai Reformierte Kirche weist die Vorwürfe als unbegründet zurück.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Juli 2021, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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Juni 2021


Mai 2021

  • Somaliland:
    Das christliche Paar Mohamed und Hamdi und ihr Kind im Säuglingsalter wurden bei einer Polizeirazzia am 21. Januar 2021 in der Hauptstadt Hargeysa festgenommen. Im Februar folgten weitere Festnahmen von Christen. Ihnen wird Anstiftung zum Ungehorsam und Beleidigung des Islams vorgeworfen, was in der völkerrechtlich zu Somalia gehörenden autonomen Region mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet wird. Inzwischen kamen einige der Inhaftierten wieder frei. Das Paar Mohamed und Hamdi muss sich zusätzlich wegen Abkehr vom Islam und christlicher Mission vor Gericht verantworten.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Mai 2021, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    Am 5. August 2021 wies ein Regionalgericht in Hargeisa, Somaliland, alle Anklagen gegen Mohamed und Hamdi zurück, die seit Januar wegen „Apostasie“ und „Verbreitung des Christentums“ inhaftiert sind. Das Paar und andere in ähnlicher Weise Angeklagte wurden sofort freigelassen..
    (Quellen: IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

  • Ägypten:
    Dem zum Tode verurteilten Mönch Wael Tawadros droht die Hinrichtung. Nach schweren Menschenrechtsverletzungen, darunter Verschwindenlassen, Folter und ein unfaires Verfahren, verurteilte ihn ein Gericht im April 2019 zum Tode. Das Urteil wurde im Rechtsmittelverfahren bestätigt, obwohl das "Geständnis" unter Folter erlangt wurde.
    (Quelle: Abeitskreis Menschenrechte akm)

    Bitte unterstützen Sie die Urgent Action von Amnesty International Deutschland vom 27.4.21, die sich beim Staatspräsident Ägyptens, Abdel Fattah al-Sisi, für die Umwandlung der Todesstrafe, eine faire Neuverhandlung und die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt.

Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 21.04.2021, die sich beim Premierminister Pakistans für die Freilassung von Shagufta Kausar und Shafqat Emmanuel einsetzt (Informationen s.u. März 2021).


April 2021


März 2021

  • Pakistan:
    Die beiden Christen Haroon Ayub (26) und Salamat Mansha (30) aus Lahore stehen demnächst wegen des Vorwurfs der Blasphemie vor Gericht. Sie diskutierten im Model Town Park miteinander über ein christliches Buch, als sich islamische Schüler dabei ungebeten einmischten und versuchten, ihnen das Gespräch über christliche Literatur zu verbieten. Sie warfen ihnen später vor, ihre Gefühle als Muslime verletzt zu haben. Die Jungen benachrichtigten Vertreter der radikal-islamischen Partei Tehreek-e-Labbaik Pakistan (TLP), die Anzeige gegen die Christen erstatteten. Salamat Mansha sitzt seit dem 13. Februar 2021 im Gefängnis, Haroon Ayub kam nach der Anzeige zunächst gegen Hinterlegung einer Kaution frei.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats März 2021, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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  • Pakistan:
    Seit April 2014 sitzt das christliche Ehepaar Shafaqat Emmanuel und Shagufta Kasuar in der Todeszelle. Es soll SMS verschickt haben, die den Propheten Mohammed und den Koran verunglimpfen. Dabei können beide kaum lesen und schreiben. Der Ehemann wies die Vorwürfe zurück. Doch als die Behörden drohten, seine Ehefrau nackt durch die Straßen zu schicken, "gestand" er. Der Verurteilte ist an den Rollstuhl gefesselt. Das Paar hat vier minderjährige Kinder. Sie sind laut dem Menschenrechtsanwalt bei Verwandten untergebracht.
    Der Berufungsprozess gegen das Todesurteil war für den 24. Februar 2021 angesetzt und wurde verschoben.
    (Quellen: idea, Arbeitskreis Menschenrechte akm)

    Das Oberste Gericht (High Court) hat am 3. Juni 2021 das zum Tode verurteilte Ehepaar Shagufta Kausar und Shafqat Emmanuel nach sieben Jahren in der Todeszelle freigesprochen. Sie waren schon “Gefangene des Monats” Mai 2014. Wie die Evangelische Nachrichtenagentur idea am 13.08.2021 meldet, befindet sich das Ehepaar jetzt in Sicherheit. Es hat Aufnahme in einem europäischen Land gefunden, das aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben wird.
    (Quelle: AKM)


Februar 2021


Januar 2021

  • China:
    Pastors Li Juncai von der Zhongxin-Kirche bei Xinxiang (Provinz Henan) wurde am 20. Februar 2019 zusammen mit drei weiteren Gemeindemitgliedern von der Polizei festgenommen, nachdem sich die vier gegen die Entfernung des Kreuzes an der Kirche gewehrt hatten. "Störung des öffentlichen Dienstes" - so lautete der Vorwurf gegen sie.
    Die drei Gemeindemitglieder wurden inzwischen freigelassen, während der Pastor weiterhin inhaftiert ist.
    Kurz nach der Festnahme sandte die Regierung rund 200 Beamte, die das Schloss an einer Seitentür aufbrachen und protestierende Gemeindemitglieder zur Seite drängten. Mit Hilfe eines Baukrans wurde das Kreuz durch einen Fahnenmast ersetzt, um die Staatsflagge dort wehen zu lassen.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats Januar 2021, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 15.12.2020, die sich beim Präsidenten Indiens für den Schutz von Mädchen aus christlichen und buddhistischen Familien einsetzt, die immer wieder Opfer von Entführung, Zwangskonversion zum Islam und Zwangsverheiratung werden. Ein Fall von vielen aus dem Jahr 2020 ist die 14-jährige Maira Shahbaz, die Anfang des Jahres in Faisalabad entführt und zwangsverheiratet wurde.