Helft verfolgten Christen !

November 2020

  • Pakistan:
    Der 37-jährige Christ Asif Pervaizwurde am 8. September 2020 zum Tode verurteilt. Sein ehemaliger Vorgesetzter hatte ihn am 2. Oktober 2013 wegen Blasphemie angezeigt. Er wirft ihm vor, sich in mehreren Textnachrichten an sein Mobiltelefon einige Tage lang herablassend über den Islam, insbesondere den Propheten Mohammed, geäußert zu haben. Asif Pervaiz wehrt sich gegen diese Anschuldigungund betrachtet sie als Revanche. Er habe vielmehr das Ansinnen seines Chefs zurückweisen müssen, zum Islam überzutreten. Weil ihm das Drängen zusetzte, habe er sogar seinen Job aufgegeben. Erst daraufhin habe der ehemalige Vorgesetzte ihn der Blasphemie bezichtigt.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats November 2020, Für die Menschenrechte Nr.10/2020 von IGFM)

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  • China:
    Der römisch-katholische Priester Peter Zhang Guangjun wurde am 14. April 2019 von Regierungsbeamten nach dem Gottesdienst aus seinem Auto gezerrt und verhaftet. Seitdem befindet sich Pastor Zhang grundlos und ohne Gerichtsverfahren im Gefängnis oder unter Hausarrest, wobei sein Aufenthaltsort von den Behörden nicht bekanntgegeben wurde und er seitdem "verschwunden" ist.
    (Quellen: Arbeitskreis Menschenrechte akm)

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Oktober 2020

  • Nordkorea:
    Der christlichen Missionar Jang Moon Seok wurde er im November 2014 von nordkoreanischen Agenten aus der chinesischen Grenzstadt Changbai entführt, dann förmlich verhaftet und schließlich zu 15 Jahren Haft verurteilt. Sein ständiger Wohnsitz befand sich in Changbai, und er trug inzwischen den chinesischen Namen Zhang Wen Shi.
    Über die konkreten Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden, ist nichts bekannt.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Oktober 2020, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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  • China:
    Am 9. Dezember 2018 nahm die Polizei in der Stadt Chengdu Pastor Wang Yi sowie mehr als 100 weitere Mitglieder der "Early Rain Covenant Church" fest. Ein Jahr später wurde er zu einer 9-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er "illegale Geschäfte" betrieben und dazu angestiftet habe, die "Staatsgewalt zu untergraben". Zusätzlich verliert er für drei Jahre seine politischen Rechte, und es wurden Gegenstände aus dem Besitz Wangs im Wert von 50 000 Yuan, konfisziert. Im Mai 2020 wurde er dann aus dem Gefängnis von Chengdu in eine andere Haftanstalt verlegt, wobei der neue Aufenthaltsort seinen Angehörigen nicht mitgeteilt wurde.
    Tatsächlich hat Pastor Wang Yi lediglich von seinem Recht auf freie Religionsausübung Gebrauch gemacht.
    (Quellen: Arbeitskreis Menschenrechte akm, Deutschlandfunk)

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Mosambik: Radikale Islamisten kämpfen vor allem im Nordosten des Landes um ein Kalifat: Immer besser ausgerüstet überfallen sie Städte und Dörfer, drohen und morden. Auch Kirchen und christliche Gemeinden sind betroffen. Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 24.09.2020, die sich beim Präsidenten der Republik Mosambik dafür einsetzt, die Bevölkerung vor diesen Angriffen zu schützen, den Opfern beizustehen und die Religionsfreiheit im Land zu wahren.


September 2020

  • Pakistan:
    Am 22. Juli 2020 wurde die 15-jährige Pastorentochter Saneha Kinza Iqbal nach einem Kirchenbesuch von dem 30-jährigen Muslim Saeed Amanat entführt, der selbst verheiratet und Vater von vier Kindern ist. Seitdem wird sie von ihm gefangen gehalten. Die Familie des Mädchens konnte erst einen Monat später eine Beschwerde einreichen, weil die Polizei sich weigerte, ihnen zu helfen. Sanehas Familie befürchtet, dass ihre Tochter zu der wachsenden Zahl christlicher Mädchen hinzugefügt wird, die nach einer Entführung und einer erzwungenen Konversion zum Islam mit Muslimen verheiratet werden.
    (Quellen: Evangelische Nachrichtenagentur idea, Asia News, Arbeitskreis Menschenrechte (AKM))

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August 2020

  • Eritrea:
    Fünf eritreisch-orthodoxe Mönche, Kibreab Tekie, Tewelde Gebremedhin, Kidanemariam Tekeste, Gebretensae Zemichael und Gebretensae Tewoldemedhin, wurden am 13.06.2019 von Sicherheitskräften in der Kleinstadt Ghinda in der nördlichen Küstenregion festgenommen. Bislang ist nicht bekannt, was ihnen vorgeworfen wird. Offenbar kam es noch nicht zur Anklageerhebung. Angaben orthodoxer Kirchenstellen zufolge sind sie weiter in Haft, jedoch ist ihr Aufenthaltsort und ihr Gesundheitszustand unbekannt. Drei von ihnen sind älter als 70 Jahre.
    Die Mönche hatten vor ihrer Verhaftung die fortlaufenden staatlichen Eingriffe in Kirchenangelegenheiten beklagt. Sie kritisierten insbesondere die Einsetzung eines regierungskonformen Patriarchen nach dem erzwungenen Rücktritt des Patriarchen der eritreisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche, Abune Antonios, im Jahr 2006.
    (Quelle: idea: Gefangene des Monats August 2020)

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Indien: Ein zum Christentum konvertierter 14-jähriger Schüler wurde im Juni brutal getötet. Auch in den Monaten zuvor kam es immer wieder zu Überfällen auf Christen. Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 23.07.2020, die sich beim Präsidenten Indiens für die eine Strafverfolgung der Täter und die Wahrung der Religionsfreiheit einsetzt.


Juli 2020


Juni 2020

  • Nordkorea:
    Der Südkoreaner Kim Kuk-gi, Pastor der reformierten Presbyterianischen Kirche, ist bereits seit Dezember 2014 in Nordkorea inhaftiert. Erst am 26.3.2015 gab die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA bekannt, dass er und der Geschäftsmann Choe Chun-gil verhaftet wurden. Die kommunistischen Machthaber warfen beiden Männern vor, "ruchlose Terroristen" zu sein, die auch für den südkoreanischen Geheimdienst spioniert und große Mengen Falschgeld in Umlauf gebracht hätten. Darüber hinaus hätten sie sich an einer Schmutzkampagne gegen Nordkorea beteiligt. Kim hielten die Behörden ferner vor, religiöse Propaganda einer Untergrundkirche verbreitet zu haben.
    Der IGFM zufolge entbehren die Vorwürfe jeglicher Grundlage. Nach ihren Angaben wurde der Pastor so stark unter Druck gesetzt, dass er sich im Mai 2015 auf einer inszenierten Pressekonferenz selbst der Spionage bezichtigte. Der staatliche Fernsehsender KCTV berichtete im Monat darauf, dass Pastor Kim vor dem Obersten Gerichtshof in der Hauptstadt Pjöngjang zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
    Er wirkte seit 2003 als Missionar in der chinesischen Grenzstadt Dandong. Dort half er auch nordkoreanischen Flüchtlingen, insbesondere obdachlosen Kindern. Er versandte ferner Hilfsgüter nach Nordkorea.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Juni 2020, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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Mai 2020

  • Pakistan:
    Der 20-jährige Christ Sunny Waqas, Student der Gesundheitswissenschaften in Bahawal-nagar (Provinz Punjab), wurde am 29. Juni 2019 verhaftet, als er hinter dem Haus eines Freundes Cricket spielte. Ihm wird vorgeworfen, den islamischen Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Nach dem Strafrechtsparagrafen 295 C droht ihm die Todesstrafe. Waqas gilt in seinem Umfeld als rücksichtsvoll im Umgang mit Andersgläubigen. Die IGFM vermutet, dass es sich bei der Anzeige um Rache infolge einer persönlichen Kränkung nach einem Streit beim Cricketspielen handelt.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Mai 2020, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 22.04.2020, die sich beim Präsidenten Algeriens für die Religionsfreiheit in Algerien einsetzt.


April 2020

  • Vietnam:
    Seit August 2016 ist Pastor A Dao von der Montagnard Evangelikalen Kirche Christi inhaftiert. Dao war damals gerade aus Ost-Timor von einer Konferenz über Religionsfreiheit zurückgekehrt. Die Behörden werfen ihm offiziell illegale Fluchthilfe ins Ausland vor. Dao weist die Anschuldigungen zurück. Am 27. April 2017 verurteilte ein Gericht den Pastor zu fünf Jahren Gefängnis. Demnach muss er bis August 2021 in Haft bleiben. Derzeit sitzt Dao im Gia Lai Gefängnis in der gleichnamigen Provinz ein. (Quelle: idea: Gefangener des Monats April 2020)

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März 2020

  • China:
    Der katholische Koadjutor-Bischof Augustinus Cui Tai aus Xuanhua in der Provinz Hebei wurde am 28. März 2019 zum wiederholten Mal von der Polizei abgeführt, weil er es ablehnt, der Chinesischen Katholisch-Patriotischen Vereinigung beizutreten. Ihm werden "illegale missionarische Aktivitäten" und "Mitwirkung an unerlaubten religiösen Versammlungen" vorgeworfen. Inzwischen leidet der Bischof unter chronischen Gesundheitsproblemen. Sein Aufenthaltsort ist nicht bekannt.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats März 2020)

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Februar 2020

  • Ägypten:
    Der koptisch-orthodoxe Christ Rami Kamil wurde am 23. November 2019 festgenommen und möglicherweise gefoltert. Die Vorwürfe gegen ihn (Beitritt zu einer terroristischen Vereinigung, Störung des öffentlichen Friedens und Schürung von Spannungen zwischen Christen und Muslimen) entbehren der IGFM zufolge jeglicher Grundlage. Kamil setzt sich für die Gleichberechtigung der christlichen Minderheit in Ägypten sowie einen wirksameren Schutz derselben vor extremistischer Gewalt ein.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Februar 2020, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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Januar 2020