Helft verfolgten Christen !
Solidarität mit der Ukraine

Bitte unterstützen Sie die Protestaktion von Amnesty International, indem Sie an den russischen Verteidigungsminister schreiben und ein Ende der russischen Invasion und den sofortigen Schutz der Zivilbevölkerung fordern.
Weitere Online-Petitionen für die Ukraine bei Change.org: a, b

Mai 2022

  • China:
    Der chinesische Christ Chen Yu aus der Hafenstadt Taizhou in der südostchinesischen Provinz Zhejiang befindet sich seit September 2019 wegen "illegaler Geschäftstätigkeit" in Haft. In seinem Buchladen verkaufte er christliche Literatur, darunter Bibeln. Im September 2020 erfolgte die Verurteilung zu einer siebenjährigen Gefängnisstrafe und einer zusätzlichen Geldstrafe, was inzwischen in einem Berufungsverfahren bestätigt wurde.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats Mai 2022)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


April 2022

  • Eritrea:
    Pastor Meron Gebreselasie ist bereits seit dem 3. Juni 2004 eingesperrt. Wegen einer Gefälligkeit für einen anderen Pastor, der kurz zuvor inhaftiert wurde, fuhr er am Tag seiner Festnahme in Richtung der Hauptstadt Asmara und geriet kurz vor der Stadtgrenze in eine Polizeikontrolle. Die Massawa Rhema Kirche, für die er als Pastor wirkte, gilt seit Mai 2002 aufgrund eines Beschlusses des Regimes als illegal. Die Polizisten nahmen ihn mit und hielten ihn zunächst zwei Monate auf ihrer Station fest. Sie überstellten Gebreselasie dann an das Zentrale Strafermittlungszentrum Wengel Mermera in Asmara. Seitdem wird er ohne Anklage und ohne Gerichtsverfahren festgehalten.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats April 2022, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • Pakistan:
    Der 43-jährige Christ Stephen Masih wurde am 11. März 2019 in der Umgebung der Stadt Sialkot im Nordosten der Provinz Punjab wegen des Vorwurfs der Blasphemie (Gotteslästerung) festgenommen, obwohl ihm eine geistige Behinderung attestiert wurde. Der Verhaftung war eine Anzeige nach einem langjährigen Streit zwischen zwei muslimischen Nachbarn und seiner Familie vorausgegangen. Nach letzten Informationen sitzt er im Distrikt Sialkot im Gefängnis. Es gibt Hinweise, dass er dort Gewalt ausgesetzt ist. Außerdem soll er nicht die nötige medizinische Versorgung erhalten. Nach dem Blasphemie-Gesetz droht ihm sogar die Todesstrafe.
    (Quellen: Hoffnungszeichen Magazin 4/22 Seite 12, idea: Gefangener des Monats Juni 2021, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


März 2022

  • Iran:
    Hadi Rahimi verbüßt seit 9.1.2022 eine vierjährige Haftstrafe. Der 32-jährige ehemalige Muslim hat sich der christlichen Hauskirche "Kirche des Iran" angeschlossen und über seinen neuen Glauben gesprochen. Das Revolutionsgericht in Rascht verurteilte ihn am 1. August 2020 wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit, Teilnahme an Hauskirchenversammlungen sowie angeblicher "zionistisch-christlicher Mission".
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats März 2022, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • Pakistan:
    Der 19-jährigen Christ Patras Masih wurde im Februar 2018 von einem Unterstützer der islamistischen Partei Tehrik e Labaik Pakis-tan (TLP) angezeigt, weil er angeblich die Propheten-Moschee in Medina (Saudi-Arabien) verunglimpft haben soll. Dadurch aufgewiegelt, versuchte ein Mob "spontan" die von Christen bewohnte Siedlung, in der Patras mit seiner Familie lebte, in Brand zu stecken. Nach seiner Festnahme verhörte die Polizei auch noch seinen Cousin Sajid Masih, demütigte und folterte beide Christen. In den folgenden Verfahren bestritt die Justiz Patras' damals jugendliches Alter (16 Jahre), um schärferes Erwachsenenrecht anwenden zu können. Dann verweigerten die Richter seine Freilassung gegen Kautionszahlung, obwohl die gesetzliche Frist für den Abschluss des Prozesses bereits überschritten ist. Bei Anwendung des Erwachsenenrechts droht ihm die Todesstrafe.
    (Quelle: Arbeitskreis Menschenrechte (AKM))

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • Algerien:
    Ende August 2021 wurde der vor 20 Jahren zum Christentum konvertierte algerische Staatsbürger Sulieman Buhaffs in Tunesien festgenommen, an sein Heimatland Algerien ausgeliefert, dort inhaftiert und der Blasphemie beschuldigt.
    (Quelle: Arbeitskreis Menschenrechte (AKM))

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

    Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von "Christen in Not"

Die Einschränkungen für Christen in China nehmen zu. Die Online-Petition von Hoffnungszeichen setzt sich bei Präsident Xi Jinping für die Wahrung der Religionsfreiheit in China ein.


Februar 2022

  • China:
    Die evangelischen Gemeindeleiter Pastor Wang Xiaoguang und seine Ehefrau und Predigerin Yang Rongli aus der Stadt Linfen in der nordchinesischen Provinz Shangxi wurden zusammen mit sieben weiteren Christen einer Freikirche am 7. August 2021 festgenommen. Im September erging der förmliche Haftbefehl gegen die Eheleute wegen angeblichen Betrugs. Dieser Vorwurf wird üblicherweise zur Verfolgung nicht-registrierter Gemeinden eingesetzt, weil sie die kommunistische Führung als illegale Vereinigungen ansieht. Im Juli 2021 hatte die örtliche Polizei bereits Prediger derselben Freikirche, die inzwischen rund 50.000 Mitglieder zählt, zu Verhören vorgeladen. Seit Jahren weigern sich diese Christen standhaft, der offiziell anerkannten und kontrollierten Drei-Selbst-Bewegung beizutreten. Pastor Wang war bereits einmal von 2009 bis 2012 und seine Ehefrau Yang Rongli von 2009 bis 2016 inhaftiert.
    (Quellen: idea: Gefangene des Monats Februar 2022, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • China:
    Mehrere Gemeindemitglieder der nicht registrierten Qingcaodi Reformed Church wurden in November 2021 in der Stadt Deyang (Provinz Sichuan) festgenommen und befragt. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Gemeindeleiter Hao Ming, den gegenwärtigen Leiter Wu Jiannan und einige weitere Aktive, darunter auch die Ehefrauen der beiden sowie die Schwester vom Ältesten Hao Ming. Während die meisten der Befragten noch am selben Tag wieder entlassen wurden, erging gegen Hao Ming und Wu Jiannan nach 48 Stunden in Haft eine Anklage wegen angeblichen Betrugs.
    (Quelle: Arbeitskreis Menschenrechte (AKM))

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • Russland:
    Am 25. Januar 2022 verurteilte ein Gericht in Astrachan (nördlich des Kaspischen Meeres) Anna Safronova zur längsten Gefängisstrafe, die je gegen eine Zeugin Jehovas verhängt wurde: sechs Jahre. Seit April 2017, als die Rechtskörperschaften der Zeugen Jehovas staatlicherseits aufgelöst wurden, wenden die Behörden Artikel 282 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation, der sich auf extremistische Aktivitäten bezieht, missbräuchlich an. Die Zeugen Jehovas werden strafrechtlich verfolgt, obwohl sie friedlich ihren Glauben ausüben. Im Falle einer Verurteilung drohen Freiheitsstrafen bis zu 10 Jahren.
    (Quelle: Arbeitskreis Menschenrechte (akm))

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • Eritrea:
    Pastor Girmay Araya (75) und Pastor Samuel Okbamichael (74) wurden Ende Juli mitten in der Nacht von Sicherheitskräften abgeholt ohne einen Grund zu nennen. Beide Seelsorger sind im Ruhestand, übernehmen aber noch gelegentlich Aufgaben, um Pastoren im aktiven Dienst der „Full Gospel Church“ zu entlasten. Inzwischen ist bekannt geworden, dass sie in das strengstens gesicherte Zentrale Strafermittlungszentrum Wengel Mermera gebracht wurden, das sich in der Hauptstadt Asmara befindet. Es ist zu befürchten, dass die betagten Pastoren misshandelt werden.
    (Quellen: idea: Gefangene des Monats September 2021, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


Januar 2022

  • Pakistan:
    Der seit 2012 inhaftierte evangelische Pastor Zafar Bhatti ist am 3. Januar 2022 durch ein Bezirksgericht in Rawalpindi zum Tode verurteilt worden. Der 58-Jährige wurde beschuldigt, blasphemische Textnachrichten verschickt zu haben. Er war bereits im Mai 2017 wegen Beleidigung des Propheten Mohammed und dessen Mutter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Bhatti hatte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets bestritten. Die zum Versenden der blasphemischen Textnachrichten verwendete SIM-Kartennummer war nicht auf seinen Namen registriert.
    (Quelle: Arbeitskreis Menschenrechte (AKM))

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • Nigeria:
    Der christliche Journalist Luka Binniyat wurde am 4. November 2021 unter dem Vorwurf des "Cyberstalkings" festgenommen, nachdem er am 29. Oktober über Massaker an Christen berichtet hatte, die Banden von Hirtennomaden der Volksgruppe der Fulani zunehmend häufiger in Nigeria begehen.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Januar 2022, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

    Am 30.1.22 meldete idea, dass Luka Binniyat gegen Kaution freigelassen worden ist. Bei einer gerichtlichen Anhörung am 27.1.22 hatte sich Binniyat – er war 84 Tage in Untersuchungshaft – in den Anklagepunkten des Cyberstalkings und der Beihilfe zur Cyberkriminalität für nicht schuldig bekannt. Der Prozesstermin gegen ihn wurde auf den 28.2.22 festgesetzt. Im Falle einer Verurteilung drohen Binniyat bis zu drei Jahre Haft und/oder eine Geldstrafe von umgerechnet 15.000 €.

    Die Zahl der Überfälle und Entführungen durch bewaffnete Gruppen in Nigeria nimmt weiter zu. Am 31.10.21 schossen Eindringlinge auf die Gottesdienstbesucher der Emmanuel Baptist Church in Kakau Daji. Ein Mann starb, weitere Menschen wurden verletzt. 66 Christen wurden von den Terroristen verschleppt. Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen, die sich beim Präsidenten Nigerias für den Schutz der Bevölkerung und die Wahrung der Religionsfreiheit einsetzt.