Helft verfolgten Christen !

Mai 2019

  • Ägypten:
    Der 43-järige koptisch-orthodoxe Christ Abdo Adel aus dem Dorf Menbal im Gouvernement Minya in Mittelägypten wurde Ende 2018 von einem Gericht zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher Gotteslästerung verurteilt. Er hatte am 5. Juli auf Facebook Jesus und Mohammed miteinander verglichen. Am 6. Juli zeigten ihn muslimische Nachbarn wegen Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed an, und Adel wurde verhaftet. Wenige Tage später griffen aufgebrachte Dorfbewohner ihre christlichen Nachbarn an, indem sie Steine warfen. Nur durch den Einsatz von Sicherheitskräften blieb es bei Sachschäden und leichten Verletzungen. Knapp ein Drittel der dortigen Dorfbevölkerung bekennt sich zum christlichen Glauben und lebt seither in Angst. Zusammen mit seinen Angehörigen hofft Adel auf einen Freispruch in der nächsten Instanz.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Mai 2019, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • Iran:
    Vier Christen sind zu jeweils 10 Jahren Haft verurteilt worden – nur weil sie Muslime waren, Christen geworden sind und aktiv in ihren Gemeinden mitgearbeitet haben: Youcef Nadarkhani und Mohammad Reza Omidi drohen anschließend weitere zwei Jahre Verbannung. Mohammad Reza Omidi wurde außerdem zusammen mit Saheb Fadaei (s. März 2019) und Yasser Mossayebzadeh zu 80 Peitschenhieben wegen des Trinkens von Abendmahlwein verurteilt. (s. auch September 2017)
    (Quelle: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


April 2019

  • Pakistan:
    Die Christen Qaisar und Amoon Ayub aus der Gegend um Lahore wurden am 13.12.2018 wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Im Jahr 2011 hatte ein islamischer Geistlicher die beiden Brüder angezeigt, weil auf der von ihnen betriebenen Internetseite der islamische Prophet Mohammed im August 2010 beleidigt worden sein soll. Das bestreiten die beiden, denn ihre Webseite ist laut Verteidigung seit 2009 nicht mehr zugänglich. Nach der Anzeige hatten sich die Brüder zunächst versteckt. Im November 2014 erfolgte schließlich die Festnahme, woraufhin sie im Bezirksgefängnis von Jhelum eingesperrt wurden. Laut der IGFM spricht vieles dafür, dass sie Opfer einer Intrige geworden sind. Qaisar Ayub (44) – Lehrer für Informatik und dreifacher Vater – hatte schon vor der Anzeige Morddrohungen nach einem Streit erhalten. Vor dem Oberlandesgericht in Lahore haben die Brüder nun Berufung eingelegt, um einen Freispruch zu erreichen.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats April 2019)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


März 2019

  • Iran:
    Der iranische Christ Saheb Fadaei verbüßt seit 24. Juli 2018 eine zehn-jährige Haftstrafe. Er hat von seinem Recht Gebrauch gemacht, seinen Glauben zu wechseln. Der ehemalige Muslim hat sich der christlichen Hauskirche „Kirche des Iran“ angeschlossen und über seinen neuen Glauben gesprochen. In der Folge wurde ihm durch Gerichte vorgehalten, die Gründung von Hauskirchen unterstützt und für ein „zionistisches Christentum“ geworben zu haben. Eine Verurteilung zu 80 Peitschenhieben wegen Verstoßes gegen das Alkoholverbot, weil er im Gottesdienst Abendmahlswein getrunken hatte, wurde bereits im Oktober 2016 bekannt. Wegen angeblicher Propaganda gegen das Regime kommt nach seiner Haft noch ein zwei-jähriges Exil an der Grenze zu Afghanistan hinzu.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats März 2019)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


Februar 2019

  • China:
    Am 9.12.2018 nahm die Polizei in der Stadt Chengdu den Hauskirchenpastor Wang Yi sowie mehr als 100 weitere Mitglieder seiner Gemeinde fest. Die Behörden werfen ihm Anstachelung zur Staatsgefährdung vor. Seine Frau Jiang Rong steht unter demselben Verdacht und befindet sich derzeit unter Hausarrest. Der gemeinsame 11-jährige Sohn, der unter der Trennung von seinen Eltern leidet, wurde bei der Großmutter untergebracht. Berichten zufolge ging die Polizei bei den Festnahmen gewaltsam vor.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats Februar 2019)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

Eine gute Nachricht aus Pakistan:
Der Oberste Gerichtshof in Islamabad hat den Freispruch für Asia Bibi von Ende Oktober bestätigt! Sie wird nun hoffentlich mit ihrer Familie das Land verlassen können.
(Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 30.1.2019, Seite 4)


Januar 2019

  • Iran:
    Sicherheitskräfte haben am 16. November 2018 den iranischen Christen Behnam Ersali in Maschhad und seinen Glaubensbruder Davood Rasooli in Karadsch festgenommen. Ersali verlor bereits vor einigen Jahren seinen Arbeitsplatz, weil er sich dem christlichen Glauben zugewandt hatte. In Rasoolis Wohnung kam es nach der Festnahme zu einer Durchsuchung und Beschlagnahmung. Ihre Familien leben seither im Ungewissen. Sie erfuhren bislang nichts über den Verbleib ihrer Angehörigen, noch den Grund für ihre Festnahme.
    (Quelle: idea: Gefangene des Monats Januar 2019)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • China:
    Christen, die in China keiner staatlich registrierten Kirche angehören, müssen mit behördlicher Verfolgung und sogar Verhaftungen rechnen. Bischof Peter Shao Zhumin wurde in den letzten zwei Jahren bereits fünfmal verhaftet. Über den Aufenthaltsort des Priesters Lu Danhua, der im Dezember 2017 in der Provinz Zhejiang verhaftet wurde, wissen seine Angehörigen bis heute nichts.
    (Quellen: Hoffnungszeichen 1/2019, idea: Gefangener des Monats Oktober 2018)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


Dezember 2018

  • Pakistan:
    Der 33-jährige Christ Humayun Faisal Masih befindet sich wegen des angeblichen Verstoßes gegen Paragraf 295-B des pakistanischen Strafgesetzbuchs seit über 3 Jahren in Haft. Der psychisch beeinträchtigte Mann arbeitete als Straßenkehrer in Shera Kot und lebte in Sanda im Distrikt Lahore. Am 24. Mai 2015 soll er angeblich Zeitungsseiten mit Koranzitaten verbrannt haben. Obwohl er zum fraglichen Zeitpunkt erheblich psychisch beeinträchtigt war, wollten Extremisten ihn lynchen. Die Polizei rettete ihn aus deren Gewalt. Anschließend gab es Übergriffe auf die Nachbarschaft, die sich hauptsächlich gegen die Christen richteten. Einen Monat nach der Verhaftung wurde ein Antrag auf Freilassung gegen Kaution abgelehnt. Seither wird der Fall verschleppt.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats Dezember 2018)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


November 2018

  • Eritrea:
    Der evangelische Missionar Mussie Ezaz, Vater von drei Kindern, setzte sich mehr als 14 Jahre lang für die Ausbreitung seines Glaubens ein, besonders unter der Jugend. Seine Kirche "Kale Hiwot" (Wort des Lebens) steht den Baptisten nahe. Sie gehören zu jenen Christen, die Staatspräsident Isayas Afewerki verfolgen lässt. Im September 2007 wurde Ezaz verhaftet. Was ihm vorgeworfen wird, ist nicht bekannt. Vier Monate war er auf der Flucht. Aber kurz vor der Grenze zu Äthiopien nahm ihn die Polizei fest, nachdem er mit seiner Familie Kontakt aufgenommen hatte. Seither gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats November 2018)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

  • Iran:
    Der assyrisch-christliche Pastor Victor Bet-Tamraz, seine Frau Shamiram Issavi, sowie die zu ihrer Gemeinde gehörenden Christen Amin Afshar-Naderi und Hadi Asgari wurden wegen "illegaler Kirchenaktivitäten", welche "die nationale Sicherheit gefährden", zu Haftstrafen zwischen 5 und 15 Jahren verurteilt. Dabei haben sie lediglich Hauskirchen geleitet, Weihnachtsfeiern organisiert und gelegentlich christliche Seminare im Ausland besucht. Die vier sind zur Zeit gegen Kaution auf freiem Fuß und warten auf das Urteil des Berufungsgerichts.
    (Quelle: Hoffnungszeichen 11, 2018)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

    Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 23.10.2018.

Zwei gute Nachrichten:

Pakistan: Asia Bibi ist freigesprochen worden! Die Mutter von fünf Kindern, für die auch wir uns mehrfach eingesetzt haben, war aufgrund angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden. Ihr wurde vorgeworfen den Propheten beleidigt zu haben. Das Oberste Gericht des Landes hat das Todesurteil nun, acht Jahre später, aufgehoben. Doch in ihrer Heimat Pakistan wird ihre Familie nicht länger leben können. Radikale Islamisten haben dazu aufgerufen, sie zu töten.
Unmittelbar vor der Urteilverkündung hat der radikale Kleriker Khadim Hussain Rizvi, Anführer der Extremistengruppe Tehreek Labek Pakistan, in einer Videobotschaft seine Anhänger dazu aufgefordert, auf die Straße zu gehen und bereit dazu sein zu sterben, falls der Oberste Gerichtshof das Todesurteil Bibis aufheben sollte. Bereits 2011 tätigte er Hass-Aufrufe an seine Anhänger, die schließlich zur Ermordung zweier Politiker (Gouverneur Salman Taseer und Shahbaz Bhatti, Minister für religiöse Minderheiten in Pakistan) führten. Beide hatten sich wohlwollend in Bezug auf die christliche Minderheit in Pakistan geäußert und sich für diese eingesetzt.
Jetzt besteht erneut die Gefahr der verstärkten Verfolgung von Christen und von Angriffen auf ihre Kirchen und andere Güter. Auch die Jury aus den beteilgten Richtern könnte zum Ziel von radikal-islamischen Gruppierungen werden.
(Quelle: Eil-Nachricht von CSI Österreich vom 31.10.2018)

Türkei: Wie in sämtlichen Medien gemeldet wurde, ist der US-Pastor Andrew Brunson nach monatelangem diplomatischen Tauziehen aus türkischem Arrest entlassen worden. Ein Gericht in Aliaga bei Izmir hob am 12.10.2018 den Hausarrest und die Ausreisesperre für den evangelikalen Geistlichen auf, dessen Inhaftierung zu einer schweren Krise mit den USA geführt hatte. Das Gericht verhängte zwar eine Haftstrafe von drei Jahren und einem Monat wegen angeblicher Unterstützung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der Gülen-Bewegung. Aufgrund der abgeleisteten zweijährigen Untersuchungshaft und seines guten Verhaltens wurde der Pastor aber freigelassen. Er befindet sich inzwischen in den USA.


Oktober 2018

  • China:
    Der einzige katholische Pfarrer der Diözese Lishui (Provinz Zhejiang), Lu Danhua, wurde am 29. Dezember 2017 von Mitarbeitern des Büros für religiöse Angelegenheiten aus einem Wohnheim, in dem er lebte, zu einem "kurzen Gespräch" abgeholt. Von der Unterredung kehrte er bislang nicht zurück. Die Behörden teilten später mit, er sei ins nahegelegene Wenzhou gebracht worden, um sich mit neuen Rechtsvorschriften zur Religion auseinanderzusetzen und sich als Seelsorger offiziell registrieren zu lassen. Die IGFM geht davon aus, dass er gegen seinen Willen festgehalten wird, möglicherweise in einem Umerziehungslager.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Oktober 2018, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 20.09.2018, die sich für die Wahrung der Religionsfreiheit und ein Ende der Repressalien gegen Christen in China einsetzt.

September 2018

  • Nigeria:
    Die mittlerweile 15-jährige Christin Leah Sharibu wurde am 19. Februar 2018 nach einem Überfall der Terrormiliz Boko Haram auf die dortige Technische Mädchenschule zusammen mit 109 Mädchen im Alter zwischen elf und 19 Jahren verschleppt. Einige von Leahs Mitschülerinnen wurden getötet. Die Entführer entließen einen Monat darauf 101 Mädchen in die Freiheit. Leahs Vater Nata Sharibu zufolge ist sie die Einzige unter den Opfern, die noch festgehalten wird. Er habe erfahren, dass Druck auf sie ausgeübt wurde, zum Islam überzutreten. Weil sie an ihrem christlichen Glauben festhalte, werde sie weiter gefangen gehalten.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats September 2018, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


August 2018

  • China:
    Liang Ziliang, Leiter einer Baptistengemeinde, und seine Frau Li Yinxiu wurden am 1. Juni verhaftet, weil sie zusammen mit anderen Kirchenmitgliedern in einem Park in Heshan (Provinz Guangdong) Broschüren über den christlichen Glauben verteilten und zugleich gegen Abtreibungen demonstrierten. Polizisten beobachteten und fotografierten sie dabei. Am Abend bestellte die Polizei das Ehepaar ein, nahm es fest und brachte es in das städtische Gefängnis. Ohne entsprechenden Befehl erfolgte später noch eine Hausdurchsuchung. Die Angehörigen wurden erst fünf Tage darauf verständigt.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats August 2018, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


Juli 2018

  • Indonesien:
    Der evangelischen Pastor Abraham Ben Moses, der auch unter dem Namen Saifuddin Ibrahim bekannt ist, wurde nach einer Anzeige der islamischen Organisation Muhammadiyah wegen Blasphemie verhaftet. Sie nahm an einem Online-Video Anstoß. Es kursiert in sozialen Netzwerken und zeigt Moses bei einem Glaubensgespräch mit einem muslimischen Taxifahrer. Dabei zitierte der Pastor den Koran, sprach von Widersprüchen in der islamischen Lehre und warb für den Übertritt zum Christentum. Nur weil er auf sein Recht zur Mission bestanden hatte, wurde er schließlich am 7. Mai zu vier Jahren Haft und zusätzlich zu einer Geldstrafe verurteilt.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Juli 2018, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

    Gute Nachrichten:
  • Im Myanmar wurden die Pastoren Dumdaw Nawng Lat und Langjaw Gam Seng (s. Mai 2017) im Rahmen einer Massenamnestie für Strafgefangene freigelassen. (Quelle: Open Doors 6/2018)
  • Vietnam: Der christliche Rechtsanwalt und Menschenrechts-Aktivist Nguyen Van Dai (s. Februar 2016) wurde am 7. Juni 2018 freigelassen. Über mehrere Jahre war er der Willkür des vietnamesischen Staates ausgesetzt, weil er sich für die Einhaltung der Menschenrechte in seinem Land eingesetzt hatte. (Quelle: HMK Newsletter 22. Juni 2018)

Juni 2018

  • Iran:
    Der 54-jährigen Aziz Majidzadeh wurde von Sicherheitskräften am 2. März 2018 in einer Werkstatt nahe der Stadt Karaj unweit von Teheran festgenommen.
    Der vom Islam konvertierte Christ geriet zusammen mit Glaubensgeschwistern in eine Falle: Sie hatten zunächst einen anderen Christen aus seiner Wohnung abgeholt und ihn in die Werkstatt begleitet. Die Polizisten gaben sich als Freunde aus, die für einen christlichen, persischsprachigen Fernsehsender dort filmen wollten. Sie nahmen außer Majidzadeh 20 weitere Christen fest, von denen die meisten nach den Verhören wieder freikamen. Er dagegen blieb in Haft und wurde dort misshandelt. Zunächst war sein Aufenthaltsort geheim. Nach 45 Tagen durfte er seine Familie kontaktieren, die auf diese Weise erfuhr, dass er im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten wird.
    Der Übertritt vom Islam zum Christentum ist im Iran verboten.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Juni 2018, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    Eine gute Nachricht: Aziz Majidzadeh ist inzwischen auf Kaution (mehr als 42.000 Euro) freigekommen. (Nachricht der IGFM vom 8.6.2018)

  • Pakistan:
    Nach langjähriger Haft gibt es Anzeichen, dass ein Berufungsgericht über die Freilassung der pakistanischen Christin Asia Noreen (Bibi) entscheidet. Die fünffache Mutter wurde am 8.11.2011 wegen angeblicher Beleidigung des Islam zum Tode verurteilt.
    (Quellen: Hoffnungszeichen 5/2018)

    Eine gute Nachricht: Asia Bibi ist inzwischen frei. (Quelle: Eil-Nachricht von CSI Österreich vom 31.10.2018)


Mai 2018

  • China:
    Der chinesische Staatsbürger John Sanqiang Cao, Pastor einer Hauskirche, wurde am 5. März vorigen Jahres festgenommen. Er ist zurzeit im Menglian Landesgefängnis inhaftiert. Im März dieses Jahres verurteilte ihn ein Gericht als angeblichen Drahtzieher illegaler Grenzübertritte zu sieben Jahren Gefängnis. Im Wa-Staat des an die chinesische Provinz Yunnan angrenzenden Myanmars hatte er Schulen aufgebaut, 50 chinesische Lehrkräfte dorthin vermittelt und die bedürftigen Kinder mit Schulmaterial versorgt. Für dieses sowie für das weitere herausragende soziale Engagement ist Cao, der mit einer US-Amerikanerin verheiratet ist, international bekannt. Er bemühte sich in der Vergangenheit auch um staatliche Anerkennung seiner Initiativen.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Mai 2018, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


April 2018

  • Pakistan:
    Der 16-jährige Christ Patras Masih aus einem Vorort von Lahore soll angeblich ein Bild in einer Social-Media-Gruppe verbreitet haben, das die religiösen Gefühle von Muslimen verletzen könnte. Ihm wird vorgeworfen, damit den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Die Polizei verhinderte nicht, dass eine radikale Gruppe die Nachricht von der angeblichen Tat zum Anlass nehmen konnte, eine von Christen bewohnte Siedlung zu bedrohen. Mehr als 800 Menschen mussten sich vor den Gewaltbereiten in Sicherheit bringen.
    Am 23. Februar wurde auch Patras' Cousin Sajid Masih zum Verhör einbestellt. Dabei wurde er gefoltert und sexuell bedrängt. In seiner Verzweiflung stürzte sich Sajid aus dem vierten Stock des Hauptquartiers der Federal Investigating Agency und verletzte sich lebensgefährlich.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats April 2018, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit", Hoffnungszeichen 4/2018)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste

    Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 22.03.2018.

März 2018

  • Iran:
    Der 46-Jährige Christ Naser Navard-Goltapeh wurde im Mai 2017 zu zehn Jahren Haft wegen angeblicher "Verletzung der nationalen Sicherheit" und der Verbreitung des christlichen Glaubens verurteilt. Das Revolutionsgericht in Teheran bestätigte diese Entscheidung am 12. November 2017.
    Naser Navard-Goltapeh machte nur von seinem Recht auf Religionsfreiheit Gebrauch.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats März 2018)

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


Februar 2018

  • Pakistan:
    Der geistig Behinderte 16-jährige Asif Stephen wurde am 12. August 2017 im Dorf Jhamkay (Distrikt Gujranwa-la/Punjab) wegen angeblicher Blasphemie verhaftet. Ein Mann namens Muhammed Nawaz hatte ihn zunächst auf dem Markt lauthals des Diebstahls bezichtigt und ihn dann beschuldigt, einen Koran verbrannt zu haben. Daraufhin begann eine aufgebrachte Menge, den Jugendlichen zu schlagen. Herbeigerufene Polizisten brachten ihn in die örtliche Polizeistation. Dort versuchte ein Mob von rund 300 Personen unter Führung eines radikal-islamischen Geistlichen und Lokalpolitikers, den Christen zu lynchen. Nur dank eines massiven Polizeieinsatzes konnte dies verhindert werden. Asifs Eltern bestreiten energisch, dass ihr Sohn einen Koran angesteckt und einen Diebstahl begangen habe.
    Zum Hintergrund: Asif trägt zum Einkommen seiner Familie bei, indem er weggeworfene Flaschen an einem Friedhof nahe ihres Hauses aufsammelt. Darüber geriet er mit dem Muslim Nawaz mehrfach in Streit, der die Flaschen für sich beansprucht. Nach der Festnahme Asifs musste dessen Familie aus Sicherheitsgründen untertauchen.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Februar 2018, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste


Januar 2018

  • China:
    Pastorin Xu Shizhen und ihre Tochter Xu Yuqing wurden am 22. September 2017 zusammen mit dem drei Jahre alten Sohn Yuqings, Shouwang, in der Stadt Xianning (östliche Provinz Hubei) von Polizisten und Beamten des Amtes für religiöse Angelegenheiten in Gewahrsam genommen. Die zwei Frauen werden an einem unbekannten Ort festgehalten. Wer sich jetzt um den Sohn kümmert, ist ebenfalls nicht bekannt.
    Xu Shizhen ist Pastorin einer nicht registrierten Hauskirche, die an öffentlichen Plätzen die christliche Botschaft durch Predigten und musikalische Darbietungen verbreitet. Bereits Ende August hatten die Behörden die Pastorin deshalb verwarnt und ihr vorgeworfen, gegen die Vorschriften für religiöse Angelegenheiten verstoßen zu haben.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Januar 2018, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

    -> E-Mail-Aktion, Protestbrief, Unterschriftenliste