Helft verfolgten Christen !

November 2019

  • Vietnam:
    Der katholische Christ Nguyen Nang Tinh wurde am 29. Mai 2019 wegen "staatsfeindlicher Propaganda" verhaftet. Der 43-jährige Musiklehrer an einer weiterführenden Schule ist in seiner Freizeit karitativ in seiner Kirche engagiert. Konfrontiert mit der Not von Familien politischer Gefangener schloss er sich Gruppen an, die Freiheit und Demokratie einfordern. Die Behörden werfen ihm vor, in Liedern die Kommunistische Partei kritisiert zu haben. Ins Visier geriet er möglicherweise auch, weil er sich als bekennender Katholik in Lebensrechtsgruppen engagierte, die ehrenamtlich Schwangeren in Notlagen helfen.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats November 2019)

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Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 28.10.2019, die sich beim Präsidenten Burkina Fasos für die Religionsfreiheit und für die Rechte religiöser Minderheiten in Burkina Faso und für den Schutz der Bevölkerung sowie Maßnahmen gegen den islamistischen Terrorismus einsetzt.


Oktober 2019

  • Kuba:
    Der evangelisch-freikirchliche Pastor Ramón Rigal und seine Frau Ayda Expósito sitzen seit dem 16. April 2019 hinter Gittern. Sie wurden zu 2 Jahren bzw. 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie ihre Kinder dem kommunistischen Schulzwang entzogen und sich außerdem einer nicht registrierten Kirche angeschlossen hatten. Nachdem ihre 13-jährige Tochter in der Schule gemobbt wurde, weil sie sich als Christin zu erkennen gab, schickten die Eltern sie und ihren vier Jahre jüngeren Bruder Joel nach tätlichen Übergriffen nicht mehr in die staatliche Einrichtung. Sie nahmen schließlich an einem Hausunterrichtsprogramm teil, das in Guatemala durch die dortige Regierung anerkannt ist.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats Oktober 2019)

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Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 23.09.2019, die sich beim Präsidenten Kameruns für den Schutz der Bevölkerung vor Angriffen der Terrormiliz Boko Haram einsetzt.


September 2019

Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 27.08.2019, die sich beim Präsidenten Indiens für die Religionsfreiheit in Indien einsetzt.


August 2019

  • Iran:
    Seit dem 1.7.2019 werden in der örtlichen Dienststelle des iranischen Geheimdienstministeriums in Bushehr sieben Christen festgehalten. Unklar ist bislang, was ihnen genau vorgehalten wird. Darunter befinden sich der 36-jährige Sam Khosravi und seine 35-jährige Frau Maryam Falahi, sein ein Jahr jüngerer Bruder Sasan und dessen 33-jährige Frau Marjan Falahi. Alle vier sind vom Islam zum christlichen Glauben übergetreten.
    (Quellen: idea: Gefangene des Monats August 2019, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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  • Eritrea:
    Am 10. Mai verhafteten Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Asmara 141 Christen, die keiner staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft angehören. Anklagen sind noch nicht erhoben worden.
    (Quelle: Hoffnungszeichen 7/2019; Seite 7)

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Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 25.06.2019, die sich beim Präsidenten Eritreas für alle Menschen in Eritrea einsetzt, die wegen ihres Glaubens inhaftiert sind oder verfolgt werden.


Juli 2019

  • Eritrea:
    Die 38-jährigen Christin Twen Theodros ist seit 2005 ohne Gerichtsverfahren in Haft. Sicherheitskräfte nahmen sie damals bei einem Gebetstreffen fest. Die Behörden forderten von ihr, ihren christlichen Glauben aufzugeben. Sie weigert sich jedoch, obwohl sie zeitweise sehr harte bis unmenschliche Haftbedingungen, darunter auch Misshandlungen, erlitten hat.
    (Quelle: idea: Gefangene des Monats Juli 2019)

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Juni 2019

  • Vietnam:
    Der 47-jährige evangelische Pastor Nguyen Trung Ton setzt sich seit vielen Jahren unter persönlichen Opfern für umfassende Religionsfreiheit in seinem Heimatland ein. Seit 30. Juli 2017 ist er inhaftiert und wurde im April 2018 zu zwölf Jahren Gefängnis wegen "umstürzlerischer Aktivitäten" verurteilt. Das Urteil wurde zwei Monate darauf bereits von einer höheren Gerichtsinstanz bestätigt. Die Ermittlungsbehörden verweigerten Nguyen Trung Ton die Verteidigung durch einen Anwalt. Erst ein halbes Jahr nach der Inhaftierung durfte er seine Familie sehen. In der Haft wird ihm trotz ernsthafter gesundheitlicher Probleme medizinische Versorgung vorenthalten. Bereits im Jahr 2011 war er zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher "Propaganda gegen den Staat" verurteilt worden.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats Juni 2019)

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Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen vom 23.05.2019, die sich beim Präsidenten Indiens für die Religionsfreiheit und für die Rechte religiöser Minderheiten in Indien einsetzt.

Eine gute Nachricht aus Pakistan: Asia Bibi konnte inzwischen ausreisen. (Quelle: IGfM, Für die Menschenrechte Nr. 5, Juni 2019)


Mai 2019

  • Ägypten:
    Der 43-järige koptisch-orthodoxe Christ Abdo Adel aus dem Dorf Menbal im Gouvernement Minya in Mittelägypten wurde Ende 2018 von einem Gericht zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher Gotteslästerung verurteilt. Er hatte am 5. Juli auf Facebook Jesus und Mohammed miteinander verglichen. Am 6. Juli zeigten ihn muslimische Nachbarn wegen Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed an, und Adel wurde verhaftet. Wenige Tage später griffen aufgebrachte Dorfbewohner ihre christlichen Nachbarn an, indem sie Steine warfen. Nur durch den Einsatz von Sicherheitskräften blieb es bei Sachschäden und leichten Verletzungen. Knapp ein Drittel der dortigen Dorfbevölkerung bekennt sich zum christlichen Glauben und lebt seither in Angst. Zusammen mit seinen Angehörigen hofft Adel auf einen Freispruch in der nächsten Instanz.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Mai 2019, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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  • Iran:
    Vier Christen sind zu jeweils 10 Jahren Haft verurteilt worden – nur weil sie Muslime waren, Christen geworden sind und aktiv in ihren Gemeinden mitgearbeitet haben: Youcef Nadarkhani und Mohammad Reza Omidi drohen anschließend weitere zwei Jahre Verbannung. Mohammad Reza Omidi wurde außerdem zusammen mit Saheb Fadaei (s. März 2019) und Yasser Mossayebzadeh zu 80 Peitschenhieben wegen des Trinkens von Abendmahlwein verurteilt. (s. auch September 2017)
    (Quelle: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte)

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April 2019

  • Pakistan:
    Die Christen Qaisar und Amoon Ayub aus der Gegend um Lahore wurden am 13.12.2018 wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Im Jahr 2011 hatte ein islamischer Geistlicher die beiden Brüder angezeigt, weil auf der von ihnen betriebenen Internetseite der islamische Prophet Mohammed im August 2010 beleidigt worden sein soll. Das bestreiten die beiden, denn ihre Webseite ist laut Verteidigung seit 2009 nicht mehr zugänglich. Nach der Anzeige hatten sich die Brüder zunächst versteckt. Im November 2014 erfolgte schließlich die Festnahme, woraufhin sie im Bezirksgefängnis von Jhelum eingesperrt wurden. Laut der IGFM spricht vieles dafür, dass sie Opfer einer Intrige geworden sind. Qaisar Ayub (44) – Lehrer für Informatik und dreifacher Vater – hatte schon vor der Anzeige Morddrohungen nach einem Streit erhalten. Vor dem Oberlandesgericht in Lahore haben die Brüder nun Berufung eingelegt, um einen Freispruch zu erreichen.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats April 2019)

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März 2019

  • Iran:
    Der iranische Christ Saheb Fadaei verbüßt seit 24. Juli 2018 eine zehn-jährige Haftstrafe. Er hat von seinem Recht Gebrauch gemacht, seinen Glauben zu wechseln. Der ehemalige Muslim hat sich der christlichen Hauskirche „Kirche des Iran“ angeschlossen und über seinen neuen Glauben gesprochen. In der Folge wurde ihm durch Gerichte vorgehalten, die Gründung von Hauskirchen unterstützt und für ein „zionistisches Christentum“ geworben zu haben. Eine Verurteilung zu 80 Peitschenhieben wegen Verstoßes gegen das Alkoholverbot, weil er im Gottesdienst Abendmahlswein getrunken hatte, wurde bereits im Oktober 2016 bekannt. Wegen angeblicher Propaganda gegen das Regime kommt nach seiner Haft noch ein zwei-jähriges Exil an der Grenze zu Afghanistan hinzu.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats März 2019)

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Februar 2019

  • China:
    Am 9.12.2018 nahm die Polizei in der Stadt Chengdu den Hauskirchenpastor Wang Yi sowie mehr als 100 weitere Mitglieder seiner Gemeinde fest. Die Behörden werfen ihm Anstachelung zur Staatsgefährdung vor. Seine Frau Jiang Rong steht unter demselben Verdacht und befindet sich derzeit unter Hausarrest. Der gemeinsame 11-jährige Sohn, der unter der Trennung von seinen Eltern leidet, wurde bei der Großmutter untergebracht. Berichten zufolge ging die Polizei bei den Festnahmen gewaltsam vor.
    (Quelle: idea: Gefangener des Monats Februar 2019)

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Eine gute Nachricht aus Pakistan:
Der Oberste Gerichtshof in Islamabad hat den Freispruch für Asia Bibi von Ende Oktober bestätigt! Sie wird nun hoffentlich mit ihrer Familie das Land verlassen können.
(Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 30.1.2019, Seite 4)


Januar 2019

  • Iran:
    Sicherheitskräfte haben am 16. November 2018 den iranischen Christen Behnam Ersali in Maschhad und seinen Glaubensbruder Davood Rasooli in Karadsch festgenommen. Ersali verlor bereits vor einigen Jahren seinen Arbeitsplatz, weil er sich dem christlichen Glauben zugewandt hatte. In Rasoolis Wohnung kam es nach der Festnahme zu einer Durchsuchung und Beschlagnahmung. Ihre Familien leben seither im Ungewissen. Sie erfuhren bislang nichts über den Verbleib ihrer Angehörigen, noch den Grund für ihre Festnahme.
    (Quelle: idea: Gefangene des Monats Januar 2019)

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  • China:
    Christen, die in China keiner staatlich registrierten Kirche angehören, müssen mit behördlicher Verfolgung und sogar Verhaftungen rechnen. Bischof Peter Shao Zhumin wurde in den letzten zwei Jahren bereits fünfmal verhaftet. Über den Aufenthaltsort des Priesters Lu Danhua, der im Dezember 2017 in der Provinz Zhejiang verhaftet wurde, wissen seine Angehörigen bis heute nichts.
    (Quellen: Hoffnungszeichen 1/2019, idea: Gefangener des Monats Oktober 2018)

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